Hypnotherapie nach Milton Erickson
Die Kraft der Bilder begleitet uns schon seit Kindestagen an. Phantasie beflügelt uns. In ihnen liegt aber auch das Potential zu stützen und Lösungen aufzuzeigen.
Milton Hyland Erickson (1901-1980) war Psychiater in Phoenix, Arizona und Begründer der modernen Hypnotherapie. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Praktiker und Lehrer wirksamer Formen der Klinischen Hypnose und Kurzzeittherapie.
Für Erickson stand die Einzigartigkeit des Menschen im Mittelpunkt. Es verstand es, klientenspezifische Eigenschaften, Fähigkeiten, Lebenserfahrungen und Erinnerungen als therapeutische Ressourcen in kurzzeittherapeutischen Verfahren so zu aktivieren, dass sie den Klienten zur Realisierung ihrer eigenen Ziele wirkungsvoll verhelfen (MEGA-Wien).
Hypnotherapie wird der/die Klientin in einen tiefen und entspannten Zustand geführt, in dem sein/ihr freier Wille immer erhalten bleibt. Sie verläuft in jedem Moment kontrolliert, wobei keinerlei Zwang ausgeübt wird. Hypnotherapie ist Psychotherapie in veränderten Bewusstseinszuständen, also in Trance.
Die Anwendungsbereiche der Heilhypnose sind vielfältig. So erzielt beispielsweise Hypnose gegen Stress sehr gute Behandlungserfolge. Auch die Therapie von Zwängen, Depressionen und Ängsten kann durch eine Heilhypnose wirksam unterstützt werden. Patienten, die abnehmen oder das Rauchen aufgeben möchten, profitieren ebenfalls von dieser Therapie.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegten mittlerweile die Wirksamkeit der Hypnotherapie. Vereinfacht gesagt funktioniert das so, dass im Unterbewusstsein vorhandene Gedanken, Überzeugungen und Glaubenssätze verändert werden. Der Therapeut versucht, durch positive Eingebungen während der Trance eine „Neuprogrammierung“ zu erreichen. Auch bei begrenzten Problemen wie Prüfungsangst oder Spannungskopfschmerzen kann eine Kurzzeittherapie mit Hypnose erfolgreich sein.